05.09.2019: Zellteilung des Forschungsbereichs Effiziente Systeme

Gruppenbild der ursprünglichen ESys-Gruppe

Bereits zum FAPS Spring Summit 2019 hat sich die mögliche „Zellteilung“ des ursprünglichen Forschungsbereichs Effiziente Systeme angedeutet, nun wurde das Vorhaben umgesetzt: Die umfangreichen Kompetenzen des bisher mit rund 20 Kolleginnen und Kollegen stark besetzten Forschungsbereichs wurden neu geclustert und in zwei eigenständige, thematisch fokussierte Forschungsbereiche gegliedert.

Forschungsbereich Automatisierte Produktionssysteme (A|PS)
Der neu gegründete Forschungsbereich A|PS wird sich zukünftig mit den vielfältigen Herausforderungen zukunftsfähiger automatisierter Produktionssysteme beschäftigen. Dabei werden vor allem zwei interdependente Ziele verfolgt:

  • Die Effizienzoptimierung hinsichtlich der Faktoren Ressourceneinsatz, Kosten, Qualität etc.
  • Die Steigerung der Flexibilität von Produktionsanlagen

Um diese Ziele zu erreichen, strebt der Forschungsbereich A|PS die Weiterentwicklung relevanter Technologien aus dem industriellen sowie dem Customer-Umfeld zur Umsetzung modularer, autonomer, wo nötig autarker und selbständig interagierender Produktionssysteme an. Ein wesentlicher Aspekt ist die Serviceorientierung in der Produktion und die vor allem technische Weiterentwicklung bisheriger Produktionsansätze und -systematiken zu individuellen Wertschöpfungs- und Produktionsnetzwerken. Die Integration des Menschen als Entscheider sowie die Unterstützung der Nutzer bei der Beherrschung systeminhärenter Komplexität durchdringt dabei die gesamten Forschungstätigkeiten. Im Fokus stehen verschiedene Technologien, Architekturen und Design Pattern aus der Informatik sowie dem Industrial Internet of Things and Services (IIoTS):

  • Kabelgebundene und funkbasierte Kommunikationstechnologien für die industrielle (Echtzeit-) Kommunikation
  • Smart Services und serviceorientierte Architekturen
  • Anwendung der Methoden der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens
  • Data Analytics zur Anlagen- und Prozessüberwachung
  • Semantische Interaktion und Ontologien zur Wissensrepräsentation
  • Cloudbasierte Plattformlösungen

Der Forschungsbereich A|PS wird von Jonathan Fuchs geleitet und startet mit insgesamt zehn Mitarbeitern. Weitere Inhalte und Informationen finden Sie auf der Webseite des Forschungsbereichs A|PS

Forschungsbereich Engineering-Systeme (E|Sys)
Der Forschungsbereich E|Sys verfolgt das übergeordnete Ziel, komplexe mechatronische Systeme im Rahmen des effizienten und durchgängigen Engineerings vollständig digital abzubilden. Ein interdisziplinärer Ansatz, welcher die gesamte virtuelle Planung, Konstruktion, Simulation und Steuerung von der Idee bis zur initialen Inbetriebnahme umfasst, dient zur Realisierung und Optimierung automatisierter Produktionssysteme. Zu den aktuellen Schwerpunktthemen zählen:

  • Durchgängiges Engineering im Product Lifecycle Management (PLM),
  • Simulation von Produktionssystemen sowie intralogistischen Sachverhalten,
  • Entwicklung digitaler Prozessketten,
  • Prozessautomatisierung im interdisziplinären Engineering,
  • Mensch-Maschine-Interaktion mittels Virtual und Augmented Reality (VR, AR),
  • Engineering ressourceneffizienter Produktionssysteme.

Das durchgängige Engineering erfordert eine abgestimmte Toolkette, die den Prozess von der Anforderungsspezifikation bis zur virtuellen Inbetriebnahme begleitet. Die Forschungsarbeiten in diesem Bereich konzentrieren sich auf die Kombination, Anpassung und Ergänzung vorhandener Softwarelösungen, gestützt auf Erfahrungen im Wissensmanagement sowie der semantischen Beschreibung von interdisziplinären Engineering-Prozessen und Anlagen. Auf dieser Basis wird weiterhin die Automatisierung bestehender Prozesse untersucht sowie der Einsatz maschineller Lernverfahren in der Planung und im Engineering evaluiert. Mittels der virtuellen Absicherung komplexer mechatronischer Systeme werden einerseits automatisierte Maschinenoperationen entwickelt und optimiert sowie andererseits manuelle Montagevorgänge ausgelegt und dabei ergonomische Rahmenbedingungen sichergestellt. Neben der menschgerechten Auslegung von Anlagen wird die Entwicklung ressourceneffizienter Produktionssysteme und domänenintegrierter Software durch die Erweiterung oder Neukonzeption bestehender Engineering-Tools vorangetrieben.
Der Forschungsbereich E|Sys wird von Matthias Brossog geleitet. Weitere Informationen zu Ausrichtung und Forschungsschwerpunkten finden Sie auf der Webseite des Forschungsbereichs E|Sys.

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