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18.12.2025: ISMT 2025 bringt internationale MedTech-Community in Erlangen zusammen

Am 4. und 5. Dezember 2025 richtete der FAPS die 3rd International Conference on Integrated Systems in Medical Technologies (ISMT 2025) an der Digital Health and Innovation Platform in Erlangen aus.

In sechs Sessions verfolgten 55 Teilnehmende insgesamt 17 wissenschaftliche Vorträge zu aktuellen Themen der Medizintechnik – darunter Rehabilitations- und Assistenzsysteme, Mensch-Roboter-Interaktion sowie Biosensoren und Wearables.

Ein Highlight war die Auszeichnung von Marius Gerdes, der mit seiner Forschung zu hybriden EEG-Elektroden den ISMT Best Paper Award gewinnen konnte.

Für wichtige Impulse sorgte außerdem Prof. Roger Gassert (ETH Zürich) mit seiner Keynote „The Rehabilitation Lens – A Framework for Human-Centered Medical Device Design“, der in  seinem bewegenden Vortrag die Wichtigkeit der mensch-zentrierten Forschung eindrücklich herausgearbeitet hat.

Auch das Networking kam nicht zu kurz: Bei der Abendveranstaltung – inklusive Fahrt mit einer historischen Nürnberger Tram in vorweihnachtlicher Atmosphäre – entstanden zahlreiche wertvolle Gespräche an den Schnittstellen von Forschung, Anwendung und Transfer.

Der Lehrstuhl FAPS bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmenden, Vortragenden und Helfenden für die rundum gelungene ISMT 2025 und freut sich auf die Fortsetzung im nächsten Jahr.

15.12.2025: Kick-off für das Forschungsprojekt ASAP-MID zur Aufbringung von leitfähigen Strukturen auf additiv gefertigte Silikonbauteile

Am 15. Dezember 2025 erfolgte am FAPS mit der ersten Sitzung des projektbegleitenden Ausschusses der offizielle Start des IGF-Forschungsprojekts ASAP-MID zur Aufbringung leitfähiger Strukturen auf Silikonbauteile, welches in Zusammenarbeit mit dem LSP durchgeführt wird.

Innerhalb des Projekts werden zwei Ansätze zur Aufbringung der leitfähigen Strukturen verfolgt. Einerseits werden Silikonkautschuke direkt mit leitfähigen Füllstoffen versetzt, andererseits wird additiviertes Silikon laserstrukturiert und anschließend metallisiert.

Hochflexible und gleichzeitig leitfähige Strukturen sind ein Enabler für eine Reihe an Technologien in den Bereichen dielektrischer Elastomer-Aktoren, EMG-Sensoren und Sensorik für SoftRobots.

Innerhalb des Projekts werden folgende Ziele verfolgt:

  • Aufbau einer Anlage zur additiven Fertigung mit dynamisch gefüllten Kautschuken
  • Charakterisierung der gefüllten Kautschuksysteme und der daraus gefertigten Bauteile
  • Ableitung von Fertigungsparametern und erzielbaren Materialeigenschaften für den industriellen Einsatz

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Forschungspartnern innerhalb des umfangreichen projektbegleitenden Ausschusses.

08.12.2025: Manuela Ockel schließt Promotion mit Auszeichnung ab

Mit ihrer Dissertation mit dem Titel „Atmosphärisches Plasmaspritzen zur Kupfermetallisierung leistungselektronischer Halbleiterbauelemente“ hat Manuela Ockel ihre Promotion mit Bestnote abgeschlossen. In Ihrer Arbeit widmet sie sich der Untersuchung einer additiven Metallisierung als thermo-mechanischer Bondbuffer zur Steigerung der Lebensdauer drahtgebondeter Leistungsmodule.

Ihre Forschung zeigt auf, dass ohne die Modifikation der Standard-Prozesskette zur Herstellung eines drahtgebondeten Leistungsmoduls, die Lebensdauer unter definierten Rahmenbedingungen verdoppelt werden kann. Zudem wird die plasmagespritzte Kupfermetallisierung tiefgehend charakterisiert, wodurch ein wichtiger Beitrag zur weiteren Erforschung des Atmosphärischen Plasmaspritzens geschaffen wurde.

Der Lehrstuhl FAPS gratuliert herzlich zu diesem bedeutenden Meilenstein und dankt der Prüfungskommission, bestehend aus Prof. Florian Risch als Prüfungsvorsitzendem, Prof. Jörg Schulze als Zweitgutachter, Prof. Susanne Lehner als weiteres Prüfungsmitglied, sowie Prof. Jörg Franke als Doktorvater, für ihre engagierte Unterstützung und Begleitung des Promotionsverfahrens.

11.12.2025: UR 30 erweitert Roboter-Portfolio AufAEG

Im Rahmen des Forschungsvorhabens E|Form konnte eine moderne Kinematik von Universal Robots angeschafft und zwischenzeitlich auch AufAEG erfolgreich in Betrieb genommen werden. Dabei handelt sich um einen top aktuellen UR 30 aus dem Modelljahr 2025. Durch seine kollaborative Fähigkeit und die höchstflexibel programmierbare und konfigurierbare Steuerung ist er in der Lage, eigenständig, kollaborativ mit Menschen oder in Kombination mit weiterer Sensor- oder Kameratechnik zu operieren und trägt dadurch maßgeblich zum Fortschritt des Forschungsvorhabens bei. Ziel der Anschaffung ist es, den Automatisierungsgrad beim Bearbeiten von Formspulen-Statoren im schienengebundenen Traktionsbereich maßgeblich zu erhöhen und somit zur Effizienzssteigerung innerhalb der Produktionskette derer beizutragen.

Nähere Informationen zum Roboter können der Herstellerhomepage bzw. dem FAPS-Ausstattungsregister entnommen werden.

11.12.2025: Projekt MetaWave bewilligt

Das Forschungsprojekt zur selektiven Metallisierung 3D-gedruckter Wellenleiter wurde bewilligt und startet am 01.01.2026. Die technologischen Anforderungen an Kommunikation, Sicherheitstechnik und Radarsensorik steigen kontinuierlich an, wodurch klassische planare Leiterplattentechniken an ihre Grenzen stoßen. Insbesondere bei Frequenzen über 60 GHz sind daher neue Ansätze erforderlich, um die elektrische Leistungsfähigkeit von Hochfrequenzkomponenten wie Wellenleiter, Wellentypwandler und Antennen zu steigern. Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung eines Herstellungsprozesses zur selektiven Metallisierung additiv gefertigter Hohlleiter. Mittels einer gezielten Strukturierung der metallischen Außenwand kann die Dispersion dieser Wellenleiter gezielt beeinflusst werden, wodurch sich enorme Vorteile für Anwendungen wie bildgebende Radarsysteme oder die Hochgeschwindigkeitskommunikation ergeben.

Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Bewertung und Anwendung verschiedener additiver Fertigungsverfahren für die Herstellung von Hochfrequenzkomponenten. Die Eignung der folgenden Verfahren für die wirtschaftliche Kleinserienfertigung soll evaluiert werden: Laserdirektstrukturierung, Plasmaspritzen, Piezojet und Nanojet. Die Fertigung eines Demonstrators im E-Band (60–90 GHz), bestehend aus Speisenetzwerken und Antennenelementen, veranschaulicht die Anwendbarkeit der Technologie.

Weitere Informationen zum Vorhaben finden Sie auf der Projektseite.

09.12.2025: Austausch der FiB-Anlagen im Rahmen des Projekts E|Form

Am 09.12.2025 wurde neuerlich eine Leihanlage zur Verarbeitung vom Formspulen vom Projektpartner SIEMENS Mobility GmbH (SMO) and den FAPS überstellt. Diese löst die Vorgängerversion aus 2024 ab und ermöglicht deutlich umfangreichere Untersuchungen im Bereich der Formung von geschlossenen Formspulen. Während die Vorgängerversion noch mittels Hydraulik un manueller Bedienung arbeitete, kann diese Version mittels einer SPS komfortabel bedient werden. Des Weiteren verfügt sie über zahlreiche Zusatzfunktionen und ein höhere Arbeitsmoment. Auch den Anforderungen der Arbeitssicherheit wurde beider Entwicklung dieser Anlage ein großes Maß an Aufmerksamkeit eingeräumt.

Das Projekt E|Form (FKZ: 01MV23011C) läuft noch bis Herbst 2026.

Bei Fragen stehen Felix Wirthmann und Alexander Vogel gerne zur Verfügung.

Humanoider Roboter G1 von Unitree verstärkt Forschungsinfrastruktur am Lehrstuhl FAPS

Der FAPS erweitert seine robotische Forschungsinfrastruktur um den humanoiden Roboter G1 von Unitree, der ab sofort als moderne und vielseitige Forschungsplattform für die anwendungsnahe humanoide Robotik dient.

Der G1 eröffnet neue Möglichkeiten zur Erforschung und Erprobung humanoider Robotik in unterschiedlichen Anwendungsfeldern, insbesondere in der humanoiden Assistenzrobotik, in automatisierten Produktionssystemen, in der KI-gestützten Bewegungsplanung sowie in der Mensch-Roboter-Kollaboration.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit mit dem Industriepartner Siemens Healthineers, mit dem der Lehrstuhl FAPS die praktische Erprobung humanoider Robotersysteme in realen Anwendungsszenarien vorantreibt. Im Fokus stehen innovative Lösungen für die Medizintechnik.

Mit der Integration des G1 stärkt der Lehrstuhl FAPS seine Position in der robotik- und KI-basierten Forschung und schafft wichtige Voraussetzungen für zukünftige Projekte und Kooperationen. Der Lehrstuhl freut sich darauf, die Einsatzpotenziale humanoider Robotersysteme gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie weiter auszubauen.

01.12.2025: Konsortialtreffen ResiKomp am Lehrstuhl Wi1

Am 01.12.2025 fand am Lehrstuhl Wi1 (FAU) das Konsortialtreffen im Projekt ResiKomp statt. Nach einem kurzen Rückblick auf das erste Projektjahr arbeiteten die Projektpartner in zwei Workshops gezielt an der Weiterentwicklung des digitalen Kompetenzdepots und definierten zentrale nächste Schritte. Abgerundet wurde der Tag mit einem gemeinsamen Besuch im JOSEPHS (Das Offene Innovationslabor), wo ResiKomp aktuell mit einem Aufsteller vertreten ist, sowie einem informellen Ausklang auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt. Das Treffen unterstrich erneut den starken Team-Spirit im Konsortium und den gemeinsamen Anspruch, resiliente Wertschöpfungsnetzwerke praxisnah voranzubringen.

Das Forschungsprojekt ResiKomp befasst sich mit der Stärkung der Resilienz durch digitale Kompetenzdepots in Wertschöpfungsnetzwerken. Zentrales Element hierbei ist der interorganisationale Austausch von Ressourcen, Wissen, Informationen und Kompetenzen. Der Lehrstuhl FAPS fokussiert sich hierbei auf die Ressourcen, das Wissen und die Kompetenzen der Shopfloorebene. So soll zum Beispiel auf Grund von standardisierter Beschreibung der Fähigkeiten und Informationen von Ressourcen eine Flexibilisierung von bestehenden Produktionsanlagen möglich gemacht werden. Zudem sollen die bestehenden Hardwarefähigkeiten wenn möglich dem Wertschöpfungsnetzwerke bereit gestellt werden können.

01.12.2025: Neue Mitarbeiterin am Lehrstuhl FAPS | Ece Karadag

Ece Karadag verstärkt seit dem 01.12.2025 den Forschungsbereich Elektronikproduktion als wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Sie absolvierte sowohl ihr Bachelor- als auch ihr Masterstudium im Fach Chemie- und Bioingenieurwesen an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Ihre Masterarbeit fertigte sie am Lehrstuhl FAPS an. Bereits zuvor war sie als Werkstudentin bei Semikron-Danfoss Nürnberg im Bereich New Technologies tätig, wo sie sich unter anderem mit InkJet-Druckverfahren beschäftigte. In Kooperation mit dem Unternehmen entstand schließlich auch ihre Masterarbeit mit dem Thema „Lokale dielektrische Passivierung für Hochspannungs-SiC-Chips zur Verbesserung der Feuchtigkeitsresistenz“.

Im Rahmen ihrer weiteren Forschung am Lehrstuhl FAPS wird sich Frau Karadag der chemischen Metallisierung und Bestückung neuer Schaltungsträger sowie der Charakterisierung und Analyse innovativer 3D-Leichtbauteile widmen.

28.-29.11.2025: Lehrstuhl FAPS am 1st EELISA PhD Symposium in Budapest

Der Lehrstuhl FAPS freut sich über die erfolgreiche Teilnahme von Frau Anja Preitschaft am 1st EELISA PhD Symposium, das vom 28. bis 29. November 2025 in Budapest stattfand. Das von der European Engineering Learning Innovation and Science Alliance (EELISA) organisierte Symposium brachte Promovierende, Wissenschaftler:innen und externe Stakeholder zusammen, um Forschung, Bildung und Innovation in Europa zu vernetzen. EELISA vereint zehn Hochschulen aus acht Ländern mit dem Ziel, ein gemeinsames Modell europäischer Ingenieur:innen zu fördern, das Technik, Wissenschaft und Geisteswissenschaften für inklusive, nachhaltige und digitale Gesellschaften verbindet.

Die Teilnahme am Symposium war selektiv: Von allen Einreichungen der FAU wurden nur zehn Bewerbungen angenommen und gefördert. Wir sind stolz, dass FAPS-Mitarbeiterin Anja Preitschaft zu den ausgewählten Personen gehörte. In der Session „Engineering Technology” stellte sie ihre Studie „Data-Driven, Adaptive Process Control Using Sensor Fusion and Hybrid Modeling in Flat Wire Straightening” vor und hatte so die Möglichkeit, ihr Forschungsthema einem internationalen Publikum zu präsentieren.

Das Symposium bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Forschung in Kurzvorträgen oder Poster-Sessions zu präsentieren, wertvolles Feedback zu erhalten und Kontakte zu Kolleg:innen aus ganz Europa zu knüpfen. Für den Lehrstuhl FAPS war die Teilnahme ein voller Erfolg und eröffnet Perspektiven für internationale Kooperationen und zukünftige gemeinsame Forschungsprojekte.