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29.01.2026: Das FAPS-Team FAU-LM belegt einen hervorragenden 2. Platz bei der Zwischenevaluierung der SPRIND-FAF-Challenge

Das Team FAU-LM hat bei der Zwischenevaluierung des Wettbewerbs “Fully Autonomous Flight 2.0” der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) einen hervorragenden 2. Platz erreicht. Unter 15 internationalen Teams qualifizierte sich FAU-LM damit für die zweite Wettbewerbsstufe, die nun noch 7 Teams umfasst.

Die Flugroboter des Teams demonstrierten erfolgreich vollautonome Flugmanöver sowie den Onboard-Einsatz von Vision-Language Models zur intelligenten Entscheidungsfindung im Flug. Wir bedanken uns herzlich beim SPRIND-Team für die exzellente Organisation und freuen uns auf die kommenden Herausforderungen in Stage 2 des Wettbewerbs.

22.01.2026: Projektstart NAFTech – Nachhaltige Mobilität auf dem nächsten Level

Zum 01.01.2026 startete der Forschungsbereich Elektromaschinenproduktion des Lehrstuhls FAPS gemeinsam mit dem Institut für Elektrische Energiewandlung (IEW) der Universität Stuttgart und dem PEM der RWTH Aachen das von der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) geförderte Projekt „NAFTech – Nachhaltige Axialflussmaschinen unter Berücksichtigung toleranzbehafteter Fertigungstechnologien“.

In den meisten Traktionsantrieben stecken Permanentmagnete, die Seltenerdmetalle wie Neodym, Terbium oder Dysprosium enthalten. Sie ermöglichen zwar eine hohe Effizienz und Drehmomentdichte, machen uns aber abhängig von kritischen Rohstoffen. Über 90 % der globalen Versorgung mit Seltenen Erden werden in China unter erheblichen Umweltbelastungen gefördert und verarbeitet. Steigende und volatile Preise sowie Exportbeschränkungen gefährden zunehmend die Stabilität der europäischen Wertschöpfungsketten. Nachhaltige, seltenerdfreie Antriebskonzepte sind daher ein zentraler Schlüssel für die Versorgungssicherheit und die Erreichung der Klimaziele. Unser Ziel ist deshalb die Entwicklung einer Axialfluss-Synchronreluktanzmaschine, die das Potenzial der nachhaltigen Synchronreluktanz-Technologie durch die Axialflussbauweise auf ein neues Level hebt: eine höhere Effizienz sowie eine deutlich höhere Drehmoment- und Leistungsdichte im Vergleich zu bestehenden magnetfreien Motoren.

Neben der Maschinenauslegung liegt der Fokus auf serientauglichen Fertigungstechnologien für den magnetfreien Rotor sowie auf einer datenbasierten Toleranzkettenoptimierung. So entsteht nicht nur ein neues Maschinendesign, sondern eine industrienahe, ressourcenschonende Lösung, die KMU einen direkten Zugang zu dieser Schlüsseltechnologie eröffnet. Mit NAFTech leisten wir einen wichtigen Beitrag zur geopolitischen Unabhängigkeit, zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors und zur Stärkung der Innovationskraft des Mittelstands.

Beteiligt am Projekt NAFTech sind neben FAPS, IEW und PEM unter anderem Additive Drives GmbH, Ceia Induktion GmbH, DELO Industrie Klebstoffe GmbH & Co. KGaA, Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, dynamic E flow GmbH, ebm-papst Mulfingen GmbH & Co. KG, Elektromotorenwerk Grünhain GmbH, Emil Motors GmbH, Fischer Elektromotoren GmbH, Gehring Technologies GmbH + Co. KG, HÜBERS Verfahrenstechnik Maschinenbau GmbH, Lambda Resins GmbH, MACHmotors GmbH, Mercedes-Benz AG, MOTEG GmbH, MS-Schramberg GmbH & Co. KG, Robert Bosch Manufacturing Solutions GmbH, RÖSCHER GmbH, Schwarz Elektromotoren GmbH, Schwering & Hasse Elektrodraht GmbH, SEG Automotive Germany GmbH, sensorwork GmbH, Stiefelmayer Lasertechnik GmbH & Co. KG, Trailer Dynamics GmbH, TRUMPF Laser- und Systemtechnik SE, UNICAST GmbH, Valeo eAutomotive Germany GmbH und WAFIOS AG.

20.01.2026: Anmeldung zum FAPS-Seminar “Innovationen und Trends der ressourceneffizienten Elektromaschinenproduktion” möglich

Am 23. April 2026 veranstaltet der Forschungsbereich Elektromaschinenproduktion (EMP) des Lehrstuhls für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik die diesjährige erste Auflage des FAPS-Seminars „Innovationen und Trends der ressourceneffizienten Elektromaschinenproduktion“. Im zentralen Fokus stehen dabei innovative und nachhaltige Technologien entlang des Lebenszyklus elektrischer Maschinen von der Prozessentwicklung und -optimierung bis hin zum Recycling. Das eintägige Seminar findet in unseren Räumlichkeiten in der Fürther Straße in Nürnberg (auf AEG) statt.

 

Die diesjährigen Themenschwerpunkte der Vorträge und Demonstrationen sind:

  • Vorstellung aktueller Schlüsseltechnologien
  • Zukunftstrends und relevante Forschungsfelder
  • Ressourceneffizienz im Kontext des Elektromaschinenbaus
  • Praktische Demonstration von Prozess- und Anlagentechnik
  • Fördermöglichkeiten und Networking
  • Fachkundige Referenten aus der Forschung und Industrie

 

Das Seminar bietet einen Überblick zu aktuellen Zukunftstrends sowie relevanten Forschungsfeldern im Bereich der Produktion elektrischer Maschinen. Dabei liegt der Fokus auf ganzheitlichen Ansätzen zur ressourceneffizienten Produktion. Praktische Versuche ermöglichen zudem Einblicke in die Erforschung gegenwärtiger Schlüsseltechnologien. Ziel der Veranstaltung ist es, einen Wissenstransfer mit Vorträgen aus Forschung und Industrie, ergänzenden Fachdiskussionen sowie Versuchen und Führungen in der Laborhalle zu bieten.

 

Weitere Informationen können Sie unserer Homepage entnehmen oder auf dem diesjährigen Flyer nachschlagen.

 

Wir bedanken uns für Ihr Interesse und freuen uns auf Ihre Teilnahme.

13.01.2026: Auftakt in eine neue Ära der Kreislaufwirtschaft für elektrische Fahrzeugantriebe

Mit dem offiziellen Kick-off am 12. und 13. Januar 2026 beim Konsortialführer Schaeffler in Herzogenaurach startet das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Leuchtturmprojekt ReDriveS („Automatisierte und digitalisierte Kreislaufwirtschaftslösungen für elektrische Achsantriebssysteme“) in die Umsetzung.

Bestehend aus 25 geförderten Partnern aus Industrie, Mittelstand und Wissenschaft – ergänzt durch assoziierte Partner aus Forschung und Wirtschaft – ist ReDriveS eines der nationalen Leuchtturmprojekte im BMWE-Fachprogramm „DNS der zukunftsfähigen Mobilität – Digital, Nachhaltig, Systemfähig“. ReDriveS hat ein Projektvolumen von mehr als 25 Mio. € bei über 16 Mio. € Gesamtförderung.

Das Vorhaben zielt darauf ab, ökonomisch tragfähige und ökologisch vorteilhafte Kreislaufwirtschaftslösungen für elektrische Achsantriebe zu entwickeln. Durch automatisierte Demontageprozesse, innovative Recyclingverfahren für Seltene-Erden-Magnete und den Einsatz digitaler Zwillinge werden branchenübergreifende Grundlagen für eine nachhaltige Elektromobilität geschaffen. ReDriveS adressiert drei zentrale Leitthemen der Mobilitätswende: Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Systemfähigkeit.

Beim Auftakttreffen stehen Grußworte aus Politik und Wirtschaft, Keynotes aus Industrie und Forschung sowie die Vorstellung des Gesamtprojekts im Mittelpunkt. Am zweiten Tag folgen die Präsentationen der Arbeitspakete und der Bericht des Projektträgers.

Beteiligt am Projekt ReDriveS sind neben dem FAPS unter anderem Schaeffler AG, AVL Software and Functions GmbH, Circu Li-Ion, EKS InTec GmbH, FEV, FFT Produktionssysteme, Fraunhofer IPA, Fraunhofer LBF, Hochschule Pforzheim, LPKF Laser & Electronics SE, msg for automotive, Öko-Institut, Robert Bosch GmbH, The Battery Lifecycle Company GmbH (BLC), TU Bergakademie Freiberg, TU Clausthal – IEVB, TU Clausthal – IGMR, Volkswagen AG.


Stimme aus dem Projektkonsortium – Prof. Dr. Florian Risch

„Das Projekt ReDriveS leistet einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung der technologischen Souveränität, Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der deutschen Automobilindustrie. Als nationales Leuchtturmprojekt initiiert es eine Kreislaufwirtschaft für ein zentrales Schlüsselsystem der E-Mobilität, trägt damit maßgeblich zur Umwelt- und Klimaschonung bei und treibt die nachhaltige Transformation des Mobilitätssektors aktiv voran.“

 

25.12.2025: FAPS Weihnachtsvideo 2025 – Additive Weihnachtsschmuck Fertigung und automatisierte Montage

Ein ereignisreiches Jahr liegt hinter dem Lehrstuhl FAPS. Es war geprägt von starkem Teamzusammenhalt und einer ausgeprägten Innovationskraft, die sich in zahlreichen Projekten und Forschungsvorhaben widerspiegelt.

Zum Jahresabschluss bedankt sich der Lehrstuhl FAPS herzlich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Studierenden sowie Partnern für das entgegengebrachte Vertrauen, die engagierte Zusammenarbeit und den gemeinsamen Einsatz für Innovationen in der Fertigungsautomatisierung.

Mit dem Weihnachtsvideo „Additive Weihnachtsschmuck Fertigung und automatisierte Montage“ verabschiedet sich der Lehrstuhl in die Weihnachtspause.

Der Lehrstuhl FAPS wünscht allen eine frohe und erholsame Weihnachtszeit sowie einen gesunden und erfolgreichen Start in das neue Jahr.

05.12.2025: ISMT 2025 bringt internationale MedTech-Community in Erlangen zusammen

Am 4. und 5. Dezember 2025 richtete der FAPS die 3rd International Conference on Integrated Systems in Medical Technologies (ISMT 2025) an der Digital Health and Innovation Platform in Erlangen aus.

In sechs Sessions verfolgten 55 Teilnehmende insgesamt 17 wissenschaftliche Vorträge zu aktuellen Themen der Medizintechnik – darunter Rehabilitations- und Assistenzsysteme, Mensch-Roboter-Interaktion sowie Biosensoren und Wearables.

Ein Highlight war die Auszeichnung von Marius Gerdes, der mit seiner Forschung zu hybriden EEG-Elektroden den ISMT Best Paper Award gewinnen konnte.

Für wichtige Impulse sorgte außerdem Prof. Roger Gassert (ETH Zürich) mit seiner Keynote „The Rehabilitation Lens – A Framework for Human-Centered Medical Device Design“, der in  seinem bewegenden Vortrag die Wichtigkeit der mensch-zentrierten Forschung eindrücklich herausgearbeitet hat.

Auch das Networking kam nicht zu kurz: Bei der Abendveranstaltung – inklusive Fahrt mit einer historischen Nürnberger Tram in vorweihnachtlicher Atmosphäre – entstanden zahlreiche wertvolle Gespräche an den Schnittstellen von Forschung, Anwendung und Transfer.

Der Lehrstuhl FAPS bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmenden, Vortragenden und Helfenden für die rundum gelungene ISMT 2025 und freut sich auf die Fortsetzung im nächsten Jahr.

15.12.2025: Kick-off für das Forschungsprojekt ASAP-MID zur Aufbringung von leitfähigen Strukturen auf additiv gefertigte Silikonbauteile

Am 15. Dezember 2025 erfolgte am FAPS mit der ersten Sitzung des projektbegleitenden Ausschusses der offizielle Start des IGF-Forschungsprojekts ASAP-MID zur Aufbringung leitfähiger Strukturen auf Silikonbauteile, welches in Zusammenarbeit mit dem LSP durchgeführt wird.

Innerhalb des Projekts werden zwei Ansätze zur Aufbringung der leitfähigen Strukturen verfolgt. Einerseits werden Silikonkautschuke direkt mit leitfähigen Füllstoffen versetzt, andererseits wird additiviertes Silikon laserstrukturiert und anschließend metallisiert.

Hochflexible und gleichzeitig leitfähige Strukturen sind ein Enabler für eine Reihe an Technologien in den Bereichen dielektrischer Elastomer-Aktoren, EMG-Sensoren und Sensorik für SoftRobots.

Innerhalb des Projekts werden folgende Ziele verfolgt:

  • Aufbau einer Anlage zur additiven Fertigung mit dynamisch gefüllten Kautschuken
  • Charakterisierung der gefüllten Kautschuksysteme und der daraus gefertigten Bauteile
  • Ableitung von Fertigungsparametern und erzielbaren Materialeigenschaften für den industriellen Einsatz

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren Forschungspartnern innerhalb des umfangreichen projektbegleitenden Ausschusses.

08.12.2025: Manuela Ockel schließt Promotion mit Auszeichnung ab

Mit ihrer Dissertation mit dem Titel „Atmosphärisches Plasmaspritzen zur Kupfermetallisierung leistungselektronischer Halbleiterbauelemente“ hat Manuela Ockel ihre Promotion mit Bestnote abgeschlossen. In Ihrer Arbeit widmet sie sich der Untersuchung einer additiven Metallisierung als thermo-mechanischer Bondbuffer zur Steigerung der Lebensdauer drahtgebondeter Leistungsmodule.

Ihre Forschung zeigt auf, dass ohne die Modifikation der Standard-Prozesskette zur Herstellung eines drahtgebondeten Leistungsmoduls, die Lebensdauer unter definierten Rahmenbedingungen verdoppelt werden kann. Zudem wird die plasmagespritzte Kupfermetallisierung tiefgehend charakterisiert, wodurch ein wichtiger Beitrag zur weiteren Erforschung des Atmosphärischen Plasmaspritzens geschaffen wurde.

Der Lehrstuhl FAPS gratuliert herzlich zu diesem bedeutenden Meilenstein und dankt der Prüfungskommission, bestehend aus Prof. Florian Risch als Prüfungsvorsitzendem, Prof. Jörg Schulze als Zweitgutachter, Prof. Susanne Lehner als weiteres Prüfungsmitglied, sowie Prof. Jörg Franke als Doktorvater, für ihre engagierte Unterstützung und Begleitung des Promotionsverfahrens.

11.12.2025: UR 30 erweitert Roboter-Portfolio AufAEG

Im Rahmen des Forschungsvorhabens E|Form konnte eine moderne Kinematik von Universal Robots angeschafft und zwischenzeitlich auch AufAEG erfolgreich in Betrieb genommen werden. Dabei handelt sich um einen top aktuellen UR 30 aus dem Modelljahr 2025. Durch seine kollaborative Fähigkeit und die höchstflexibel programmierbare und konfigurierbare Steuerung ist er in der Lage, eigenständig, kollaborativ mit Menschen oder in Kombination mit weiterer Sensor- oder Kameratechnik zu operieren und trägt dadurch maßgeblich zum Fortschritt des Forschungsvorhabens bei. Ziel der Anschaffung ist es, den Automatisierungsgrad beim Bearbeiten von Formspulen-Statoren im schienengebundenen Traktionsbereich maßgeblich zu erhöhen und somit zur Effizienzssteigerung innerhalb der Produktionskette derer beizutragen.

Nähere Informationen zum Roboter können der Herstellerhomepage bzw. dem FAPS-Ausstattungsregister entnommen werden.

11.12.2025: Projekt MetaWave bewilligt

Das Forschungsprojekt zur selektiven Metallisierung 3D-gedruckter Wellenleiter wurde bewilligt und startet am 01.01.2026. Die technologischen Anforderungen an Kommunikation, Sicherheitstechnik und Radarsensorik steigen kontinuierlich an, wodurch klassische planare Leiterplattentechniken an ihre Grenzen stoßen. Insbesondere bei Frequenzen über 60 GHz sind daher neue Ansätze erforderlich, um die elektrische Leistungsfähigkeit von Hochfrequenzkomponenten wie Wellenleiter, Wellentypwandler und Antennen zu steigern. Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung eines Herstellungsprozesses zur selektiven Metallisierung additiv gefertigter Hohlleiter. Mittels einer gezielten Strukturierung der metallischen Außenwand kann die Dispersion dieser Wellenleiter gezielt beeinflusst werden, wodurch sich enorme Vorteile für Anwendungen wie bildgebende Radarsysteme oder die Hochgeschwindigkeitskommunikation ergeben.

Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Bewertung und Anwendung verschiedener additiver Fertigungsverfahren für die Herstellung von Hochfrequenzkomponenten. Die Eignung der folgenden Verfahren für die wirtschaftliche Kleinserienfertigung soll evaluiert werden: Laserdirektstrukturierung, Plasmaspritzen, Piezojet und Nanojet. Die Fertigung eines Demonstrators im E-Band (60–90 GHz), bestehend aus Speisenetzwerken und Antennenelementen, veranschaulicht die Anwendbarkeit der Technologie.

Weitere Informationen zum Vorhaben finden Sie auf der Projektseite.