01.07.2020: Neues Forschungsprojekt “KIPrEMo – Künstliche Intelligenz für die flexible und effiziente Produktion von Präzisionsbauteilen für die E-Mobilität” gestartet

Für den bayerischen Maschinen- und Anlagenbau bietet der Wandel hin zur Elektromobilität einige Risiken, aber auch etliche Chancen. So werden es vor allem Lösungen der hiesigen Unternehmen sein, die die Batteriekosten reduzieren, Leichtbau ermöglichen und die Produktion von Elektromotoren verbessern. Eine der Herausforderungen bei Elektromotoren der neusten Generation besteht in der präzisen Herstellung sogenannter Hairpins – massive, primärisolierte Kupferflachdrähte, die gerichtet, stellenweise abisoliert, abgelängt und zu dreidimensionalen, halboffenen Spulen geformt werden müssen. Wenngleich die Methoden der Künstlichen Intelligenz großes Potential zur Bewältigung aktueller produktionstechnischer Herausforderungen bieten, werden diese von den Unternehmen bei der Entwicklung ihrer Produktions- und Montagesysteme bislang kaum berücksichtigt.

Ziel des vorliegenden Forschungsprojekts ist es daher, die Intelligenz von Produktions- und Montagesystemen zur Fertigung von Präzisionsbauteilen am Beispiel von Hairpins systematisch zu steigern. Ausgehend von einer Analyse der Anlage sowie der inhärenten Teilprozessschritte wird zunächst der bestehende sowie der erwünschte Grad an Intelligenz anhand eines geeigneten Stufenmodells spezifiziert. Im Anschluss soll der Grad der Intelligenz unter Einbezug geeigneter Methoden und Hilfsmittel schrittweise erhöht und Lösungsalternativen anhand von Versuchsaufbauten und Demonstratoren eruiert werden. Das Projekt ebnet damit nicht nur den Weg zur intelligenten Fertigung von Präzisionsbauteilen für die E-Mobilität, sondern bildet auch die Basis zur Entwicklung von intelligenten Maschinen und Anlagen in anderen Bereichen.

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