26.07.2022: Forschungsprojekt AutoTron zur Optimierung der robotergestützten Neutronendiffraktometrie bewilligt

Im Rahmen des durch das BMBF geförderten Forschungsprojekts AutoTron wird gemeinsam mit dem Heinz Maier-Leibnitz Zentrum der TU München die Steigerung der Effizienz und die Erweiterung des Anwendungsbereichs der robotergestützten Probenpositionierung bei der Neutronendiffraktometrie erforscht. Das im Vorgängerprojekt RAPtOr entwickelte Robotersystem mit einer einer absoluten Positioniergenauigkeit von unter 50 μm ist nun in der Lage, die meisten wissenschaftlichen Fälle bei STRESS-SPEC zu bearbeiten und eröffnet neue Messmöglichkeiten.

Im Nachfolgeprojekt AutoTron wird diese neu gewonnene Flexibilität weiter ausgebaut und der höhere Automatisierungsgrad dazu genutzt, um den Zeit- und Arbeitsaufwand für die Kalibrierung der Geräte und die Einrichtung der Proben um 20% zu reduzieren. Damit werden die Messmöglichkeiten weiter ausgebaut und gleichzeitig die Effizienz und Nutzbarkeit des thermischen Neutronendiffraktometers STRESS-SPEC am MLZ in Garching deutlich verbessert.

Darüber hinaus wird es möglich, die immer komplexer werdenden Probengeometrien (z.B. additiv gefertigte Bauteile) durch etablierte Assistenzsysteme weniger fehleranfällig zu positionieren. Diese Systeme vereinfachen und beschleunigen die Aufgaben der Wissenschaftler bei der Probenvorbereitung, der Ausrichtung und der Definition der Messorte während eines Experiments und ermöglichen neue Messoptionen, wie die vollständige Auswertung des Spannungstensors bei komplexen Probenformen.

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