15.03.2021: Eike Schäffer schließt seine Promotion am Lehrstuhl FAPS sehr erfolgreich ab.

Bild von links nach rechts: Prof. Dr. Jörg Franke (FAU, FAPS), Prof. Dr. Julia Mergheim (FAU, Lehrstuhl für Technische Mechanik), Eike Schäffer, Prof. Dr. Jürgen Fleischer (Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Produktionstechnik (wbk)), Prof. Dr. Elmar Nöth (FAU, Professur für Informatik (Mustererkennung))

Der Markt für roboterzentrierte Automatisierungslösungen ist ein globaler Wachstumsmarkt. Durch den zunehmenden Wettbewerb wird es immer wichtiger, die Produktion kostengünstig zu flexibilisieren und dynamisch zu skalieren. Gleichzeitig steigt der Wettbewerb um die wenigen verfügbaren Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt. Daneben ist die gewünschte Qualität entlang manueller Prozesse durch die Mitarbeiter nicht oder nur schwer zu erreichen. Auch sind viele manuelle Tätigkeiten für Menschen belastend oder unangenehm, daher steigert eine Automatisierungslösung die Mitarbeiterzufriedenheit. Durch die zunehmende Globalisierung rücken der Schutz des geistigen Eigentums und der Umweltschutz durch kürzere Lieferketten weiter in den Mittelpunkt. Aufgrund der hohen Kosten und Komplexität von roboterzentrierten Automatisierungslösungen bleiben dennoch häufig kleine und mittlere Unternehmen (KMU) hinter diesem Trend zurück.

Mit der erfolgreichen mündlichen Promotionsprüfung am 15.03.2021 schließt Eike Schäffer seine Promotion zum Thema „Web‐ und wissensbasierter Engineering‐Konfigurator für roboterzentrierte Automatisierungslösungen” sehr erfolgreich ab. Gegenstand und Zielstellung der Promotion ist die Schaffung von effizienten und skalierbaren Engineering-Konzepten und -Lösungen für die Planung von roboterzentrierten Automatisierungslösungen auf Basis von Webtechnologien. Hierfür wurden das Konzept des Engineering-Konfigurators, eine microservicebasierte Webplattform-Referenzarchitektur sowie eine für Engineering-Konfiguratoren benötigte Entwicklungsmethode basierend auf drei Teilmethoden eingeführt. Über nutzerzentrierte Entwicklungsansätze, eine modulare Architektur für roboterzentrierte Automatisierungslösungen sowie Ansätze aus der wissensbasierten Konfiguration (Teilbereich aus der künstlichen Intelligenz (KI)) werden der Vertrieb, die Planung und das Engineering von roboterzentrierten Automatisierungslösungen einem breiteren Publikum zugänglich gemacht. Validiert wurden die Konzepte und Methoden im Rahmen der Webplattform ROBOTOP sowie anhand diverser 3D-Web-, AR (Augmented reality)- und VR (Virtual reality)-Mehrbenutzer-Demonstratoren sowie in Zusammenarbeit mit verschiedenen KMU, Komponentenanbietern und Systemintegratoren. Die Konzepte und Methoden befähigen somit auch eine effiziente Digitalisierung  bzw. Prozessautomatisierung des Engineerings von roboterzentrierten Automatisierungslösungen durch die eingeführten, strukturierenden Methoden zur Wissenserfassung, -modellierung sowie -implementierung und unterstützen dabei die Vision des digitalen Zwillings im Kontext von Industrie 4.0.

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