12.07.2019: Markus Brandmeier schließt seine Promotion am Lehrstuhl FAPS ab.

Mit der erfolgreichen mündlichen Promotionsprüfung schließt Markus Brandmeier seine Promotion zum Thema „Ganzheitliches ontologiebasiertes Wissensmanagement im Umfeld der industriellen Produktion“ ab. Gegenstand und Zielstellung der Promotion ist die Abbildung aller Wissenselemente sowie der strategischen Regelung der Wissensflüsse und ‑transformation von Unternehmen im Hinblick auf die spezifischen Anforderungen der produzierenden Industrie. Zur Gestaltung und Umsetzung eines ganzheitlichen Ansatzes des Wissensmanagements wird zunächst ein Bezugsrahmen der Modellkonzeptionierung geschaffen, der sich am 7S-Modell orientiert sowie die Gestaltungsdimensionen und Perspektiven der holistischen Betrachtung abbildet. Durch die Nutzung von Metamodellen des organisationalen Wissensmanagements können die Einflüsse auf das Wissensmanagement, wie Hindernisse, Erfolgsfaktoren, Methoden und Systeme abgebildet und abstraktes Wissen mit praxisbezogenen Bedürfnissen verknüpft werden.

Darauf aufbauend erfolgt die Konzepterstellung des ontologiebasierten Wissensmanagement-Frameworks, welches durch die Abbildung von Wissen, dessen Beziehungen sowie der darin enthaltenen Logik Unternehmen dabei unterstützt, die für den Wettbewerbserfolg notwendigen Ressourcen formal zu erfassen und somit handhabbar zu machen. Dies wiederum befähigt Organisationen zur optimalen Ausgestaltung des gegenwärtigen und zukünftigen Ressourceneinsatzes. Durch die Einbindung der in Organisationen ausgetauschten Informationen in einen kontrollierbaren Unternehmenskontext wird darüber hinaus sichergestellt, dass Kommunikationshindernisse abgebaut und Wissensprozesse effektiver gestaltet werden. Weiterhin wird eine Vorgehensweise zur Schaffung der organisationalen Rahmenbedingungen und zur Einführung des ganzheitlichen Wissensmanagementansatzes sowie die Implementierung und Einbettung des entstandenen Modells in ein holistisches Wissensmanagementsystem durch die adäquate Integration der Technologie der künstlichen Intelligenz und des maschinellen Lernens vorgestellt. Aufbauend darauf wird ein holistischer Ansatz zur Verbesserung des Wissensmanagements in Organisationen der produzierenden Industrie geschaffen und schließlich am Beispiel der Elektronikproduktion validiert.

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