Im Rahmen der Energiewende verlagert sich der Fokus von fossilen Brennstoffen und Atomenergie zu erneuerbaren Energiequellen. Hybride Netzstrukturen aus einer Kombination aus Gleich- und Wechselstrom vereinen die Vorteile beider Versorgungsstrategien. Sie berücksichtigen jede Art von Verbrauchern, Speichern und Erzeugern.

In Kooperation mit über 30 namhaften Partnern der Industrie baut der FAPS in seinen Laborhallen eine Demonstratoranlage mit regenerativen Erzeugern, verschiedenen Speichern und industriellen Verbrauchern auf. Entstandene Simulationen können dort messtechnisch validiert und das Gesamtkonzept auf die praktische Umsetzbarkeit sowie die Wirtschaftlichkeit untersucht werden.

Mit dem neuartigen PHIL-Ansatz sollen Energieverläufe aus Simulationen mit Leistungselektronik verbunden werden, um so Strom- und Spannung als Quelle und als Senke an einem Gleichstromnetz aufzuschalten.

Für Abschlussarbeiten ergeben sich folgende Anknüpfungspunkte:

  1. Stand der Technik und Forschung im Bereich PHIL und Möglichkeiten der PHIL-Simulation
  2. Entwicklung eines PHIL-Simulators durch Kopplung von Simulationsumgebung und Netzteil
  3. Entwicklung einer Bibliothek (z. B. MATLAB), um Signalverläufe vorzugeben
  4. Messung realer Leistungsverläufe von Produktionszellen, einzelnen Verbrauchern, regenerativen Erzeugern oder Verbrauchern, um diese in die Bibliotheken zu übernehmen
  5. Implementierung eines messtechnischen Feedbacks an die Simulationsumgebung z. B. mit interoperablen I4.0 Kommunikationsprotokollen (OPC UA, MQTT etc.)

 

Kontakt:

Benjamin Gutwald, M.Sc.

Department Maschinenbau (MB)
Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS)