31.12.2020: Erfolgreicher Abschluss des Forschungsprojektes AWeMa

Im Rahmen des zweijährigen Forschungsprojektes „Adaptive hybride Werkerassistenz in der Schaltschrank-Montage (AWeMa)” förderte die KME (Kompetenzzentrum Mittelstand GmbH), eine gemeinsame Gesellschaft des vbm (Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie e. V.) und der TUM International GmbH, die Konzeption, Entwicklung, Umsetzung und Validierung eines adaptiven hybriden Werkerassistenzsystems zur Effizienzsteigerung in der Schaltschrank-Montage.

Da gerade bei der Handhabung biegeschlaffer Teile eine Vollautomatisierung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten oft nicht sinnvoll ist, zeichnet sich das System durch eine Kombination von automatisierten und manuellen Teilprozessen aus, die eine flexible Fertigung in kleinen Losgrößen zulassen. Die Automatisierung von Teilprozessschritten erfolgte durch den Einsatz von Leichtbaurobotern, die aufgrund ihrer inhärenten Sicherheitseigenschaften gut mit manuellen Prozessschritten kombiniert werden können und eine stufenweise Automatisierung erlauben. Der Werker wird dadurch von monotonen und repetitiven Aufgaben entlastet. Seine sensorischen Fähigkeiten sowie seine Lernfähigkeit und Flexibilität werden gezielt genutzt und letztendlich wird damit die Produktivität der Schaltschrank-Montage gesteigert. Der Einsatz von digitalen Assistenzsystemen ermöglicht es, die zur Aufgabenerfüllung notwendigen werkerrelevanten Montageinformationen auftragsspezifisch zu übermitteln. Neben einer intelligenten Prozessautomatisierung und der Bereitstellung montageführender Werkerinformationen stellt dabei die erarbeitete Methode zur Datendurchgängigkeit einen wichtigen Baustein des entwickelten Systems dar. Mit diesem kann eine Effizienzsteigerung in der Fertigung bei einer gleichzeitigen Senkung der Kosten erreicht werden. Damit sind die Hersteller in der Lage, sich im globalen Wettbewerb gegenüber der Konkurrenz zu behaupten und von der zunehmenden Individualisierung zu profitieren.

Die Ergebnisse zeigen deutlich, welche Potentiale zur Effizienzsteigerung der Schaltschrankbau noch birgt. Aus diesem Grund wird die Forschung in diesem Bereich am FAPS weiter vorangetrieben, wie beispielsweise in dem neu gestarteten Projekt SUPPLy.

 

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