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[BA/PA] Strukturierte Literatur- und Marktanalyse zu Gleichstromnetzen in Gebäuden
Ausgangssituation:
Mit dem steigenden Anteil dezentraler Erzeuger (PV-Anlagen), Batteriespeicher, Wärmepumpen und moderner Haushaltsgeräte wächst das Interesse an DC-Netzstrukturen im Wohngebäudebereich. Am Lehrstuhl FAPS besteht umfangreiche Expertise im Bereich industrieller DC-Netze. Dieses Forschungsfeld soll nun auf Residential-Use-Cases erweitert werden, um Synergien, Herausforderungen und Potenziale im Energiewendekontext zu analysieren.
Ziel der Arbeit:
Ziel dieser Studienarbeit ist eine strukturierte Literaturrecherche zu DC-Netzen in Wohngebäuden. Dabei sollen bestehende Forschungsergebnisse, Technologien und Konzeptstudien systematisch erfasst, kategorisiert und hinsichtlich Effizienz, Sicherheit, Kosten, Normung und Integration erneuerbarer Energien bewertet werden.
Aufgaben:
- Entwicklung einer Suchstrategie (Datenbanken, Keywords, Ein-/Ausschlusskriterien)
- Systematische Recherche und Analyse relevanter Literatur und Industrieaktivitäten
- Klassifikation der Konzepte (z. B. Gebäudenetzarchitekturen, PV-Direkteinspeisung, Speicherintegration, Schutzkonzepte, DC-Loads)
- Vergleich von AC- und DC-Gebäudenetzen hinsichtlich Effizienz, Kosten und Betriebssicherheit
- Identifikation von Forschungslücken und Potenzialen für zukünftige Projekte am FAPS
Voraussetzungen:
- Interesse an Gebäudeenergieversorgung, PV-Systemen und DC-Technologien
- Strukturierte und selbstständige Arbeitsweise
- Gute Deutsch- und Englischkenntnisse
Studiengang:
Wirtschaftsingenieurwesen, IPEM, Maschinenbau, Mechatronik, Elektrotechnik, Energietechnik, Informatik o. ä.
Art der Arbeit:
Bachelorarbeit / Projektarbeit
Weitere Informationen und Details sind beim genannten Mitarbeiter erhältlich. Eine Bearbeitung ist ab sofort möglich. Bewerbungen senden bitte mit Notenauszug und Lebenslauf per E-Mail. Wir werden uns zeitnah zurückmelden.
[BA/PA/MA] Strukturierte Literatur- und Marktanalyse zu Gleichstromnetzen in Datacentern
Ausgangssituation:
Am Lehrstuhl FAPS steht ein umfassender DC-Demonstrator für industrielle Gleichstromnetze zur Verfügung, in dem bereits Themen wie Netzstabilität, Schutzkonzepte und Energieeffizienz erforscht werden. Das Forschungsfeld soll nun um den Bereich der DC-Netze in Datacentern erweitert werden, da Rechenzentren weltweit vor steigenden Energieanforderungen stehen und DC-Architekturen zunehmend in den Fokus rücken.
Ziel der Arbeit:
Im Rahmen der Studienarbeit soll eine strukturierte Literaturrecherche zu DC-Netzen in Datacentern durchgeführt werden. Es sollen aktuelle wissenschaftliche Publikationen, industrielle Whitepapers und Normen identifiziert, systematisch ausgewertet und hinsichtlich Architektur, Effizienz, Zuverlässigkeit und Sicherheitsaspekten analysiert werden. Die Ergebnisse sollen das bestehende Forschungsumfeld am FAPS ergänzen und Potenziale für zukünftige Arbeiten im Zusammenhang mit dem DC-Demonstrator aufzeigen.
Aufgaben:
- Entwicklung einer Suchstrategie (Datenbanken, Keywords, Ein-/Ausschlusskriterien)
- Systematische Recherche und Analyse relevanter Literatur und Industrieaktivitäten
- Kategorisierung der Quellen
- Analyse der Anwendbarkeit industrieller DC-Konzepte auf Datacenter-Netze
- Ableitung von Forschungslücken und Handlungsempfehlungen
Voraussetzungen:
- Interesse an Energieversorgungssystemen und Datacenter-Technologien
- Selbstständige und strukturierte Arbeitsweise
- Gute Deutsch- und Englischkenntnisse
Studiengang:
Wirtschaftsingenieurwesen, IPEM, Maschinenbau, Mechatronik, Elektrotechnik, Energietechnik, Informatik o. ä.
Weitere Informationen und Details sind beim genannten Mitarbeiter erhältlich. Eine Bearbeitung ist ab sofort möglich. Bewerbungen senden bitte mit Notenauszug und Lebenslauf per E-Mail. Wir werden uns zeitnah zurückmelden.
Selektive Metallisierung 3D-gedruckter Wellenleiter (BA/PA/MA)
Ausgangssituation
Die technologischen Anforderungen an Kommunikation, Sicherheitstechnik und Radarsensorik steigen kontinuierlich an, wodurch klassische planare Leiterplattentechniken an ihre Grenzen stoßen. Insbesondere bei Frequenzen über 60 GHz sind daher neue Ansätze erforderlich, um die elektrische Leistungsfähigkeit von Hochfrequenzkomponenten wie Wellenleiter, Wellentypwandler und Antennen zu steigern.
Die aktuell verfügbaren räumlichen Wellenleiter weisen eine vollflächige Metallisierung auf, die abgesehen von der Formung eines Hohlleiterkanals keine zusätzliche elektrische Funktion erfüllt. Bislang kann eine Anpassung der Laufzeit lediglich durch ein Angleichen der mechanischen Länge der Zuleitungen erfolgen, was zu komplexen, teils sehr langen Pfaden im Raum führt. Daher soll erforscht werden, inwieweit die Laufzeit durch gezielte Strukturierung der Außenmetallisierung beeinflusst werden kann, sodass ein Abgleich der elektrischen Länge anstatt der mechanischen erfolgen kann. Des Weiteren eröffnet eine selektive Außenmetallisierung die Möglichkeit zur Erzeugung von abstrahlenden Schlitzen, beispielsweise zur Fertigung von dielektrischen Hohlleiterschlitzantennen.
Im Rahmen dieser Arbeit soll die selektive Metallisierung von Wellenleitern durch verschiedene Fertigungsverfahren untersucht werden. Die Arbeit kann entweder mit Fokus auf gedruckter Elektronik (Thema 1) oder auf Laserstrukturierung (Thema 2) durchgeführt werden.
Thema 1: Schwerpunkt gedruckte Elektronik
- Additive Fertigung von Grundkörpern mittels SLA mit verschiedenen Materialien
- Beschichtung der Grundkörper mit Silberpaste mittels Piezojet
- Strukturierung der Grundkörper mit Silbertinte durch Nanojet
- Analyse der erzeugten Strukturen am Laserscanningmikroskop
Thema 2: Schwerpunkt Laserstrukturierung
- Additive Fertigung von Grundkörpern mittels SLA mit verschiedenen Materialien
- Lasertrimmen vollflächig metallisierter Grundkörper
- Funktionalisierung der Grundkörper durch Laserdirektstrukturierung
- Analyse der erzeugten Strukturen am Laserscanningmikroskop
Voraussetzungen
- Strukturierte und selbstständige Arbeitsweise
- Technisches Verständnis und handwerkliches Geschick
- Interesse an angewandter Forschung
Beginn
ab Januar 2026
Bewerbung mit Lebenslauf, Notenspiegel und Nennung des Wunschthemas bitte an markus.ankenbrand@faps.fau.de
Simulative und praktische Optimierung des thermo-mechanischen Verzugs bei der additiven Metallisierung keramischer Substrate
Ausgangssituation:
Einen vielversprechenden Ansatz zur additiven, ressourcen- und energieschonenden Herstellung leistungselektronischer Baugruppen bietet das selektive Laserstrahlschmelzen (SLM) von auf keramischen Substraten aufgebrachten Metallpulvern zur Funktionalisierung des Schaltungsträgers. Die Kombination der Vorteile des Laserstrahls, wie dem gezielten Energieeintrag oder der feinen Strukturbreite und der einfachen Handhabung, ermöglichen eine Flexibilisierung der Leiterbildstruktur, Minimierung der Strukturfeinheiten bei gleichzeitiger Option großflächige Strukturen zu generieren und birgt darüber hinaus die Möglichkeit einer 2,5D Funktionalisierung. Bei der Metallisierung von keramischen Substraten durch den laserbasierten Aufbau von Pulver gibt es allerdings auch technologische Hürden wie die Rissbildung in der Keramik in Folge der hohen thermischen Gradienten oder der Verzug des keramischen Grundmaterials.
Aufgabenstellung:
In der Arbeit soll der Bauteilverzug anhand von thermo-mechanischen Finite-Elemente-Analysen in Ansys-Workbench modelliert und parametriert simuliert werden. Der Verzug soll anschließend in praktischen Studien mit verfügbarer Anlagentechnik am Lehrstuhl validiert und zur Verbesserung des Modells genutzt werden. Die Untersuchungen sollen in einer Handlungsempfehlung zur doppelseitigen Metallisierung von keramischen Substraten mittels SLM basierend auf den Untersuchungen abgeleitet werden.
- Recherche zur thermo-mechanischen Modellbildung des selektiven Laserschmelzen mittels Ansys Workbench
- Weiterentwicklung bestehender Modelle, v. a. hinsichtlich
- Diskretisierung in Raum und Zeit
- Thermischre und mechanischer Randbedingungen
- Materialmodellen zur Berücksichtigung nicht-linearer Zusammenhänge
- Implemetierung eines Skripts zur parametrierten Simulation unterschiedlicher Geometrien und Belichtungsstrategien
- Validierung und Modelloptimierung anhand experimenteller Untersuchungen
- Dokumentation der Arbeit
Bewerbung:
Bitten wenden Sie sich bei Interesse mit kurzem Lebenslauf und vollständiger Notenübersicht per Mail an christoph.hecht@faps.fau.de.
Konzeption und Umsetzung einer Automatisierung für die Montage eines Uhrenarmbands
Motivation der Arbeit:
Bist du an Automatisierung interessiert? Möchtest du die Gelegenheit nutzen, Technik und Luxus miteinander zu verbinden? Dann bietet dir FAPS gemeinsam mit Wellendorff die Chance, im Rahmen einer Masterarbeit beides zu vereinen. Der derzeitige Montageprozess für Luxusuhrenarmbänder erfolgt noch in aufwendiger Handarbeit und ist sehr zeitintensiv. Gemeinsam mit Wellendorff soll eine Automatisierungslösung für die Montage eines Uhrenarmbands entwickelt werden.
Das zu automatisierende Uhrenarmband ist im folgenden Video dargestellt: https://www.youtube.com/shorts/9Zsf866l4Aw
Ziel der Arbeit:
-
Die Realisierung erfolgt durch die Adaption eines Bestückungsautomaten (Pick-and-Place) am FAPS,
der üblicherweise für die Bestückung von SMD-Bauteilen eingesetzt wird. -
Wichtige Aspekte für die Automatisierung:
- stabile und präzise Aufnahme der Einzelteile
- geeignete Zuführsysteme
- korrekte Reihenfolge der Montageschritte
- hohe Positionsgenauigkeit im Bestückungsprozess
-
Bei einem Luxusuhrenarmband sind Präzision und Ästhetik zentral, daher müssen die Teile besonders
schonend gehandhabt werden, um Beschädigungen zu vermeiden. -
Diese Lösung soll flexibel gestaltet sein, um auch andere Armbandtypen mit unterschiedlichen
Abmessungen und Geometrien der Einzelteile verarbeiten zu können.
Aufgaben / Arbeitspakete:
- Einarbeitung in die Bestückungsanlage anhand von Bauteilen mit ähnlicher Geometrie
- Analyse des aktuellen Montageprozesses durch Austausch mit Wellendorff in Pforzheim
-
Konzeptionierung eines Automatisierungskonzepts zur Montage des Uhrenarmbands
auf Basis eines detaillierten Montageplans -
Umsetzung der Automatisierungsansätze, einschließlich:
- Auswahl und Integration geeigneter Zuführsysteme für die Einzelteile (z. B. Vibrations-, Paletten-/Nester- oder Tray-Zuführung)
- Definition geeigneter Fügetechniken für das Zusammenfügen der Einzelteile
- Evaluierung und Implementierung passender Aufnahmen für die Bauteile
- Durchführung des automatisierten Montageprozesses und Bewertung der Verbesserungen anhand definierter Kennzahlen (KPIs)
- Nachweis der Übertragbarkeit des Konzepts auf weitere Bauteilgeometrien und
unterschiedliche Armbandgrößen - Dokumentation der Arbeit
Rahmenbedingungen:
- Wir vergüten die Masterarbeit mit 600 € pro Monat und Studierendem.
-
Die Laufzeit der Masterarbeit beträgt sechs Monate
(voraussichtlich 01.12.2025 bis 31.05.2026). -
Die Bearbeitung erfolgt am FAPS, ergänzt durch Austausch und praxisnahe Einblicke
in weitere Fertigungsprozesse bei Wellendorff in Pforzheim.
Anforderungen:
Wir suchen einen hochmotivierten und qualifizierten Studierenden mit idealerweise folgenden Voraussetzungen:
- Studium im Bereich Maschinenbau, Mechatronik, Automatisierungstechnik, Produktionstechnik o. Ä.
- Praxisnah, Tüftler, fähig & motiviert
- Gute deutsche Sprachkenntnisse für Kommunikation und Dokumentation
- Interesse an einer möglichen Übernahme durch Wellendorff nach erfolgreichem Abschluss des Projektes für zukünftige Weiterentwicklungen
Wir bieten:
- Praxisnahe Masterarbeit am FAPS mit hoher industrieller Relevanz.
- Arbeiten an einem Luxusprodukt mit sehr hohen Qualitätsanforderungen.
- Enge Zusammenarbeit mit Wellendorff sowie praxisnahe Einblicke in weitere Fertigungsprozesse.
- Bei erfolgreichem Abschluss und gegenseitigem Interesse besteht die Möglichkeit eines Einstiegs bzw. einer Übernahme durch Wellendorff für zukünftige Weiterentwicklungen.
Bewerbung
- Email an koksiong.siah@faps.fau.de mit Lebenslauf und Notenspiegel
Entwicklung eines Prüfstandkonzepts zum Testen von Batteriesystemen in der Montagetechnologie
Ausgangssituation
Für die Erforschung und Weiterentwicklung von Montagetechnologien für Batteriespeichersysteme wird am FAPS ein Prüfstand benötigt, der verschiedene Aspekte der Batteriemontage und -prüfung abbilden kann.
Insbesondere sollen innovative Materialien und Konstruktionsansätze, die auf mechanische und thermische Belastungen reagieren, experimentell untersucht werden können. Dazu gehören beispielsweise:
- Innovative Materialien zur Kompensation von Zellexpansion („Swelling“)
- Schäumende Materialien für Batteriepacks
- Expandierbare Dummy-Zellen
- Demontagegerechte Gap-Filler und Wärmeleitpasten
- Demontagegerechte Gehäusestrukturen für Modulrahmen
Ziel der Arbeit ist es, ein Konzept für einen geeigneten Prüfstand zu entwickeln, der die relevanten Belastungen und Prüfanforderungen dieser Technologien abbildet.
Keywords
Batterietechnologie, Montagetechnik, Prüfstand, Technologiebewertung, Konzeptentwicklung, Testsysteme
Aufgabenstellung
Im Rahmen der Abschlussarbeit soll ein ganzheitliches Prüfstandskonzept zur Erprobung von Montagetechnologien für Batteriesysteme entwickelt werden. Dabei sind insbesondere folgende Arbeitsschritte vorgesehen:
- Durchführung einer Literatur- und Marktanalyse zu bestehenden Prüfständen und Testmethoden im Bereich Batteriemontage
- Identifikation relevanter Prüfparameter (z. B. Kräfte, Temperaturen, Dehnungen, Materialverhalten)
- Ableitung von Anforderungen an den Prüfstand (mechanisch, elektrisch, messtechnisch)
- Entwicklung eines technischen Konzepts für den Prüfstand, inklusive Funktionsbeschreibung und Aufbauvarianten
- (Optional) Erstellung eines CAD-Modells oder Entwurfs zur Veranschaulichung
- Bewertung der Umsetzbarkeit und Ableitung möglicher Forschungsansätze für zukünftige Arbeiten am FAPS
Potenzielle Arbeitspakete
- Einarbeitung in das Themengebiet Batteriemontage und Prüfstandstechnik
- Analyse bestehender Prüfmethoden und Systeme
- Erstellung eines Anforderungskatalogs
- Entwicklung und Ausarbeitung eines Prüfstandkonzepts
- Dokumentation der Ergebnisse in wissenschaftlicher Form
- (Optional) Konzeption eines Versuchsplans zur späteren praktischen
Umsetzung
Vorkenntnisse
- Grundkenntnisse in Batterietechnologien oder Montagetechnik (z. B. aus Vorlesungen oder Praktika)
- Interesse an der Konzeption technischer Systeme
- Erfahrung mit CAD-Systemen (z. B. SolidWorks, Siemens NX, CATIA) von Vorteil
- Grundkenntnisse in Messtechnik und Automatisierung hilfreich
- Selbstständige und strukturierte Arbeitsweise
- Interesse an angewandter Forschung im Bereich Elektromobilität und Produktionstechnik
- Sicherer Umgang mit wissenschaftlicher Literatur und Internetrecherche
(Eine themenspezifische Einarbeitung erfolgt bei Bedarf vor Beginn der Arbeit.)
Voraussetzungen
- Begeisterung für das Themenfeld Batterietechnologie und Montagetechnik
- Hohe Motivation und Eigeninitiative
- Strukturierte, analytische und kreative Arbeitsweise
- Teamfähigkeit
Beginn
Ab sofort oder nach individueller Absprache möglich
Sonstiges
- Bearbeitung der Arbeit kann jedoch größtenteils im Home-Office erfolgen
- Der Arbeitsumfang kann je nach Art der Arbeit (BA/PA/MA) angepasst werden
Bewerbung
- Bewerbung mit Lebenslauf und aktueller Fächerübersicht bitte per E-Mail an Thomas Hanf (kein Anschreiben erforderlich)
- Nähere Informationen über Umfang und genaue Ausrichtung der Arbeit gerne im persönlichen Gespräch
- Nach der Vorstellung des potentiellen Themas für die Abschlussarbeit im persönlichen Gespräch, muss der Bewerber eine 20-minütige Präsentation über die Problemstellung, mögliche Lösungsansätze, technische Hintergründe und den potentiellen Verlauf der Abschlussarbeit vorbereiten (FAPS-Richtlinien müssen dabei immer eingehalten werden)
- Wichtig: eine reine ChatGPT-Bewerbung führt zum sofortigen Ausschluss beim Bewerbungsprozess
Modellierung der Lasermaterialbearbeitung von Oberflächen in der Elektronikproduktion
Ausgangssituation:
Scannergeführte Laserstrahlung ist ein effizientes Mittel, um Oberflächeneigenschaften schnell und ortsaufgelöst modifizieren zu können. Neben der Strukturierung von Funktionsoberflächen können auch Verunreinigungen durch Ablation ohne signifikanten Wärmeeintrag abgetragen werden. Die Anwendung von Laserstrahlung bietet daher eine flexibel anwendbare Möglichkeit Oberflächeneigenschaften elektronischer Bauteile örtlich hoch aufgelöst einstellen zu können, welche neben einer besseren Umweltverträglichkeit auch eine Antwort auf die steigende Variantenvielfalt elektronischer Baugruppen sein kann.
Aufgabenstellung:
Um die Oberflächenzustände in der Elektronikproduktion gezielt einstellen zu können, sollen in dieser Arbeit Prozessmodelle erarbeitet werden, welche die Effekte der Stellgrößen (Laserfluenz, Spurbreitenabstand, Pulsabstand, Wellenlänge, etc.) auf die Oberflächeneigenschaften abbilden. Hierzu sind in einer Literaturrecherche Prozessmodelle zu recherchieren und zu bewerten. Entsprechende Modelle sollen anschließend in einem Berechnungstool parametriert implementiert und basierend auf Literaturwerten erprobt sowie anhand praktischer Belichtungsstudien validiert werden. Die praktischen Studien werden dabei auf Kupferoberflächen von gewalzten Blechen und leistungselektronischen Metall-Keramik-Substraten (DCBs) durchgeführt.
Arbeitsschwerpunkte:
- Recherche, Bewertung und Auswahl von Prozessmodellen zur Beschreibung der Laserbearbeitung von Oberflächen
- Implementierung von Prozessmodellen
- Erprobung der Implementierung anhand von Literaturwerten
- Validierung der Prozessmodelle in praktischen Belichtungsstudien mit einem kurzgepulsten nahinfraroten Faserlaser
- Identifikation von Prozessfenstern zur Einstellung von gewünschten Oberflächenzuständen (Oberflächenrauigkeiten, Oberflächenenergien, Oxidationsgrad)
- Dokumentation der Arbeit
Die Untersuchungen finden am Standort Auf AEG in Nürnberg statt. Bitten wenden Sie sich bei Interesse mit kurzem Lebenslauf und vollständiger Notenübersicht per Mail.
Literaturrecherche: Wechselwirkungen von Prozessschritten hinsichtlich der Oberflächeneigenschaften von Fügeflächen in der Elektronikproduktion
Ausgangssituation:
Die Oberflächenbeschaffenheit von Fügepartnern stellt einen kritischen Faktor bei der verketteten Fertigung von elektronischen Produkten, insbesondere leistungselektronischen Baugruppen, dar. Die Anforderungen an Fügeflächen müssen dabei im Rahmen der Produktentwicklung erarbeitet und während der Produktion sichergestellt werden. Dies kann einerseits durch die Minimierung der externen Einflussgrößen auf die Oberflächen erreicht werden, indem zum Beispiel die Klimatisierung genau gereglt wird, die Produktionsumgebung hohen Sauberkeitsanforderungen unterliegt oder die Qualität von Zuliefererteilen sichergestellt wird. Allerdings beeinflussen sich die Prozessschritte in der verketten Produktion von elektronischen Baugruppen gegenseitig, sodass je nach Fügeverfahren Änderungen in Folge von zum Beispiel thermischen Belastungen, mechanischen Einflüssen oder Aktivierungsschritten resultieren.
Aufgabenstellung:
In dieser Arbeit soll die verkettete Produktion von elektronischen Baugruppen hinsichtlich der Wechselwirkungen innerhalb der verketteten Produktion von elektronischen Baugruppen systematisch erarbeitet werden. Dabei soll neben der klassischen Flachbaugruppenfertigung die Fertigung von leistungselektronischen Modulen betrachtet werden. Darüber hinaus sollen unterschiedliche Reinigungsverfahren und deren Einsatzbereich im Kontext diskutiert werden, sodass ein Eignungskatalog für den Anwender resultiert. Neben der Beeinflussung der Fertigungsschritte untereinander ist auch der Einfluss von Fertigungsschritten auf die Produktzuverlässigkeit in einer Literaturrecherche zu erarbeiten.
Arbeitsschwerpunkte:
- Einarbeitung in die Prozesskette elektronischer und leistungselektronischer Baugruppen
- Erarbeitung der Wechselwirkungen zwischen gängigen Fügeverfahren von elektronischen, insbesondere leistungselektronischen Baugruppen
- Erarbeitung der Auswirkungen gängiger Fügeverfahren auf die Produktzuverlässigkeit durch die Recherche von Ursachen verbreiteter Ausfallmechanismen in elektronischen Baugruppen
- Erarbeitung eines Eignungsleitfadens zum Einsatz von Reinigungs- und Vorbehandlungsverfahren innerhalb der Prozesskette
- Dokumentation der Arbeit
Die Untersuchungen finden am Standort Auf AEG in Nürnberg statt. Bitten wenden Sie sich bei Interesse mit kurzem Lebenslauf und vollständiger Notenübersicht per Mail.
Alterungsstudie an laserbearbeiteten Oberflächen für die gezielte Einstellung der Lotbenetzung in der Elektronikproduktion
Ausgangssituation:

Scannergeführte Laserstrahlung ist ein effizientes Mittel, um Oberflächeneigenschaften schnell und ortsaufgelöst modifizieren zu können.
Neben der Strukturierung der Funktionsmaterialien können auch Verunreinigungen und Oxdischichten durch Ablation ohne signifikanten Wärmeeintrag abgetragen werden. Die Anwendung von Laserstrahlung ist daher eine flexibel anwendbare Alternative zu aktuell etablierten nasschemischen Reinigungs- und Aktivierungprozessen von Oberflächen in der Elektronikproduktion, welche neben einer besseren Umweltverträglichkeit auch eine Antwort auf die steigende Variantenvielfalt elektronischer Baugruppen sein kann.
Aufgabenstellung:
In der Arbeit soll der gezielte Laserabtrag von Verunreinigungen und Oxidschichten auf Leiterplatten sowie die Lötbarkeit der laserbearbeiteten Oberflächen in Abhängigkeit einer Alterung zwischen Laserbearbeitung und Weichlötprozess untersucht werden. Das Ziel ist hierbei die Oberflächeneigenschaften gezielt einstellen zu können, sodass die Benetzung des Lotes auf der Oberfläche kontrolliert angepasst werden kann. Zur Laserbearbeitung steht unter anderem ein gepulster Ytterbium-dotierter-Faserlaser mit Scanner zur Verfügung. Die Lötuntersuchungen finden an einer Selektivwellenlötanlage sowie einem Konvektionsofen mit Stickstoff- und Vakuumoption statt, um die Anwendbarkeit der Laserbearbeitung für Baugruppen in THT- und SMT-Montage zu untersuchen.
Arbeitsschwerpunkte:
- Erarbeitung des Standes der Technik zur Laserbearbeitung von Oberflächen im Kontext des Weichlötens in der Elektronik
- Praktische Parameterstudien zum gezielten Laserabtrag von Oxidfilmen auf Lötflächen in der Elektronik
- SMT-Pads
- Metallisierte Vias
- Benetzungsstudie zum selektiven Wellenlöten von THT- sowie zum Reflowlöten von SMT-Bauelementen mit Betrachtung der Degeneration lasergenerierter Eigenschaften durch Einflüsse in der Produktionsumgebung (Alterungsstudie)
- Charakterisierung der lasergenerierten Oberflächeneigenschaften sowie der resultierenden Lötverbindungen
- Dokumentation der Arbeit
Die Untersuchungen finden am Standort Auf AEG in Nürnberg statt.
Bitten wenden Sie sich bei Interesse mit kurzem Lebenslauf und vollständiger Notenübersicht per Mail.
[BA / PA / MA] Untersuchung des Lötens und der automatisierten SMD-Bestückung auf metallisierten Schaltungsträgern für Kleinsatelliten
Ausgangssituation
Im Rahmen des FORnanoSatellites Projekts sollen Konzepte zur Miniaturisierung des standardisierten n × 10 cm × 10 cm × 10 cm CubeSats (wobei n die Anzahl der CubeSat Einheiten bezeichnet) untersucht werden. Die Motivation hierfür liegt darin, dass durch die Reduzierung von Größe und Gewicht des Standard CubeSats eine größere Anzahl an Einheiten verpackt und in den Orbit transportiert werden kann. Dies steigert nicht nur die Gesamtleistungsfähigkeit von Satellitennetzwerken, sondern trägt auch zur Senkung der Transportkosten bei.
Eine solche Miniaturisierung kann durch innovative additive Fertigungsverfahren erreicht werden, bei denen Leiterbahnen direkt in das Gehäuse des CubeSats integriert werden. Dies kann beispielsweise durch Druckverfahren (z. B. Aerosoljet, Piezojet, Inkjet), Plasmabeschichtungen oder Laser Direktstrukturierung (LDS) realisiert werden. Auf diese Weise lässt sich Gewicht einsparen, da auf eine herkömmliche FR4 Leiterplatte verzichtet werden kann. Eine zentrale Herausforderung dieses Ansatzes ist jedoch die Haftung der gedruckten Strukturen auf dem Substrat. Da Satelliten extremen Umgebungsbedingungen wie hohen Temperaturen und starken Vibrationen, insbesondere während des Raketenstarts, standhalten müssen, ist eine zuverlässige Adhäsion der integrierten Metallisierung auf dem Substrat zwingend erforderlich.
Im Rahmen dieser Arbeit soll daher die Lötbarkeit von SMD Bauteilen auf metallisierten Schaltungsträgern hinsichtlich ihrer Machbarkeit und Zuverlässigkeit untersucht werden. Darüber hinaus soll der automatisierte Bestückungsprozess von SMD Bauteilen auf metallisierten Schaltungsträgern analysiert werden, um die Grundlage für ein automatisiertes Produktionssystem für CubeSats zu schaffen.
Aufgabenstellung
Im Rahmen dieser Arbeit sollen folgende Schwerpunkte untersucht und erarbeitet werden:
- Einarbeitung in das Thema sowie den aktuellen Stand der Technik zur Metallisierung und Löttechnologie
- Einweisung in Metallisierungsprozesse (z. B. Piezojet, Aerosoljet, LDS, Galvanisierung) und automatisierte Bestückungsprozesse (Fritsch Bestückungssystem placeALL 520)
- Probenvorbereitung von metallisierten und bestückten Testcoupons zur Qualitäts- und Zuverlässigkeitsprüfung
- Bewertung der Qualität der Metallisierung und der SMD Bauteile hinsichtlich der Haftung unter Verwendung von Methoden wie Schertest und Hotpin Pull Test
- Durchführung von Thermoschock- und Vibrationsprüfungen gemäß den Richtlinien für Startanforderungen von SpaceX
- Strukturierte Dokumentation der Arbeit und der erzielten Ergebnisse.
Vorkenntnisse und Voraussetzungen
- Interesse an angewandter Forschung und technologischer Analyse im Satellitenbau
- Kommunikationsfähigkeit
- Sehr gute Kenntnisse der deutschen oder englischen Sprache
- Strukturierte und sorgfältige Arbeitsweise
- Arbeiten im Team
Voraussetzungen
Beginn
- Ab 15. November 2025 möglich
Sonstiges
- Bearbeitung der Arbeit kann größtenteils im Home-Office erfolgen
- Der Arbeitsumfang kann je nach Art der Arbeit angepasst werden
Bewerbung
- Email an koksiong.siah@faps.fau.de mit Lebenslauf und Notenspiegel
