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Studentische Hilfskraft im Bereich der Prozessoptimierung für das Richten von Flachdraht

Inmitten des wachsenden Spektrums elektrischer Antriebstechnologien, wie dem inzwischen etablierten Hairpin-Motor und aufstrebenden Varianten wie Continuous Hairpin, Hairpins aus Hohlleitern oder Litzen und Axialflussmaschinen, steht das Richten von Flachdraht als zentraler Prozessschritt im Fokus. Die gegenwärtige Herausforderung im industriellen Umfeld liegt in der Steuerung dieses Prozesses, der bisher auf statischen Parametern und dem empirischen Wissen von Facharbeitern basiert und Schwankungen im Eingangsmaterial nur unzureichend berücksichtigt.

Mögliche Aufgabenstellungen:

Im Rahmen aktueller Forschungsaktivitäten am Lehrstuhl FAPS soll der Prozessschritt des Richtens von Flachdraht durch die Erforschung und Implementierung inlinefähiger Sensorik zur Erfassung von Wechselwirkungen im Prozess sowie innovativer Regelungsansätze revolutioniert werden.

Das Ziel der studentischen Arbeiten ist es, geeignete Qualitätskriterien zur Bewertung der Krümmung des gerichteten Flachdrahtes zu identifizieren und adäquate Messverfahren und -systeme zu erproben.
Auf diese Weise soll die Qualität in der Hairpin-Produktion effektiv und effizient gesteigert und ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung neuer Trends in der Automobilindustrie geleistet werden.

Zu den möglichen Teilaufgaben gehören:

  • Einarbeitung in den Prozessschritt des Richtens von Flachdraht
  • Vertiefung der Grundlagen der Messtechnik mit Fokus auf Profildaten und Materialparameter
  • Untersuchung und Bewertung verschiedener Qualitätskriterien und zugehöriger Messverfahren (Inline/Offline), unter anderem Schichtdickenmessung, Profilmessung und Schliffbilder
  • Auswahl eines geeigneten Messverfahrens und Aufbau des entsprechenden Messystems
  • Praktische Validierung durch geeignete Versuchsreihen
  • Entwicklung eines Modells zur Beschreibung des Richtens von Flachdraht
  • Untersuchung der Auswirkungen von Prozessschwankungen auf die Geradheit des Drahtes und Entwicklung von Regelungsansätzen zur Minimierung dieser Schwankungen

Detaillierte Informationen zu möglichen Themenschwerpunkten und Aufgabenstellungen werden gerne in einem persönlichen Gespräch erläutert.

Anforderungsprofil:
  • Interesse an der Produktion elektrischer Traktionsantriebe
  • Grundkenntnisse in Messtechnik & Werkstoffkunde oder Regelungstechnik
  • Freude an praktischer Arbeit wie z.B. Durchführung und Auswertung von Versuchsreihen oder Aufbau von Messtechnik
  • Analytisches Denkvermögen sowie selbstständige, gewissenhafte und strukturierte Arbeitsweise
  • Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke
  • Kenntnisse in Programmierung und Datenanalyse von Vorteil
  • Gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift

Bewerbung per E-Mail mit Lebenslauf, aktueller Fächerübersicht und Angabe des bevorzugten Themengebietes an anja.preitschaft@faps.fau.de

Studentische Hilfskraft im Bereich der Prozessentwicklung für das Recycling von Seltenerdmagneten

Die für Magnete relevanten Seltenerdmetalle Neodym, Dysprosium und Terbium werden von der EU als kritische Rohstoffe der höchsten Risikokategorie betrachtet. Einerseits sind diese Rohstoffe von zentraler Bedeutung für viele Zukunftstechnologien wie die E-Mobilität und die regenerative Energieerzeugung. Daher spielen sie eine Schlüsselrolle für die Klimaziele der EU und die Nachfrage steigt kontinuierlich. Andererseits basiert die Versorgung ausschließlich auf Importen, wobei die VR China den globalen Markt dominiert. Aus dieser Abhängigkeit resultieren signifikante Nachteile für die europäische Industrie in Form von Lieferkettenrisiken, Preisvolatilität und kontinuierlich steigenden Preisen. Gleichzeitig ist die Primärförderung von Seltenen Erden und die Magnetherstellung mit signifikanten Umweltbelastungen verbunden.

Entsprechend besitzt das innereuropäische Recycling ein hohes geopolitisches, ökonomisches und ökologisches Potential. Derzeit fehlen allerdings industriell einsetzbare Technologien für die Rückgewinnung der Seltenerdmagnete, sodass die innereuropäische Recyclingquote unterhalb von einem Prozent liegt.

Im Rahmen aktueller Forschungsprojekte entwickelt der FAPS derzeit intelligente Demontage- und Sortierprozesse für die Rückgewinnung von Seltenerdmageten aus End-of-Life-Produkten (z. B. automobile Traktionsantriebe) und geschreddertem Elektroschrott. Für diese Forschung wird ab sofort eine studentische Hilfskraft zur Unterstützung in der Entwicklung innovativer Technologien gesucht. Es sind verschiedene Aufgabenschwerpunkte denkbar.

Mögliche Aufgaben umfassen:

  • Mitarbeit in der Prozessentwicklung
    • Recherche / analytische Betrachtungen
    • Durchführung von Versuchsreihen
  • Mitarbeit im Aufbau und der Inbetriebnahme von Versuchsaufbauten und Demonstratoranlagen
    • Konstruktion
    • Bauteilfertigung
    • Montage
    • Programmierung von Steuerungen und Robotern

Anforderungen:

  • Studium im Bereich Maschinenbau / Mechatronik / Elektrotechnik / Energietechnik / Elektromobilität-ACES o. Ä.
  • Erfahrung mit der CAD-Bauteilkonstruktion und handwerkliches Geschick
  • Engagierte, selbstständige und zuverlässige Arbeitsweise
  • Deutsch-Sprachkenntnisse (min. B2)

Weitere Bemerkungen:

  • Forschung im Bereich innovativer und nachhaltiger Technologien, Eingliederung in den Forschungsalltag
  • Flexible Arbeitszeiten am Standort Nürnberg, Stundenzahl nach Absprache
  • Interesse an langfristiger Zusammenarbeit
  • Gerne in Kombination mit einer Bachelor-, Projekt- oder Masterarbeit
  • Beginn nach Vereinbarung ab sofort möglich

Bewerbung per Email an roman.hahn@faps.fau.de oder thorsten.ihne@faps.fau.de

Studentische Hilfskraft für die  Frontend-Entwicklung eines wissensbasierten I4.0-Konfigurators

Ausgangssituation

Industrie 4.0 geht mit einer enormen Steigerung an Komplexität im Kontext des Softwareengineerings und des Datenmanagements für produzierende Unternehmen einher. Entsprechend steigt der Bedarf an Technologien, die der inhärenten Komplexität der digitalen Produktion entgegenwirken. Mittels eines Knowledge Graphen konnte bereits gezeigt werden, dass entsprechende Softwaredienste, Strukturen, Prozesse und Daten abstrahiert dargestellt werden können. Dieser fungiert als toolagnostische Schnittstelle zur Integration unterschiedlicher Softwaredienste und Daten, womit auf den stetig wachsenden Technologie-Stack reagiert, und eine entsprechende Komplexitätsbeherrschung ermöglicht wird.

Mögliche Aufgabenstellung

Das grundsätzliche Ziel ist die Entwicklung eines Frontends zur gewinnbringenden Nutzung des gespeicherten und strukturierten Wissens. Hierdurch soll eine simple Bedienungsoberfläche geschaffen werden, die als zentrale Schnittstelle zu den Informationen dient. Dadurch soll die Interoperabilität sowie die Entwicklung und Bereitstellung neuer Softwaredienste in ein bestehendes IT-Ökosystem erheblich vereinfacht werden. Eine mögliche Aufgabenstellung könnte folgendermaßen aussehen:

  • Fachliche Einarbeitung in Knowledge Graphen
  • Einarbeitung in die bereits vorhandene Codebasis (Python) für das Neo4J-Backend
  • Konzeptualisierung des Frontends nach einschlägigen UI/UX-Methoden
  • Evaluierung des Konzepts unter Berücksichtigung der gestellten Anforderungen
  • Umsetzung des Frontends in einem JavaScript-Framework
  • Evaluation und Dokumentation der Arbeit

Hinweise zur Bewerbung:

  • Interesse an Frontend-Entwicklung und UI/UX
  • Praktische Erfahrung im Umgang mit JavaScript-Frameworks (Angular, Vue.js oder React) notwendig
  • Hohe Motivation, Neugierde sowie strukturierte Arbeitsweise
  • IT-Affinität sowie Erfahrung in mindestens einer Hochsprache wünschenswert
  • Sehr gute Kenntnisse der deutschen oder englischen Sprache in Wort und Schrift
  • Bewerbungen mit Lebenslauf und aktueller Fächerübersicht bitte per E-Mail an tim.raffin@faps.fau.de und benedikt.scheffler@faps.fau.de

Ansprechpartner:

Tim Raffin, M.Sc.

HiWi im Bereich Elektromaschinenbau: Unterstützung bei der Überarbeitung des Skriptes der Lehrveranstaltung „E|MB Elektromaschinenbau“

Ziel der Elektromaschinenbau Vorlesung ist es, den Studierenden zu vermitteln, wie sich die Wertschöpfungskette nach dem Entwurf, der Konzeption und der Konstruktion eines Produkts gestaltet. Anhand der Vorlesungseinheiten werden den Studierenden Einblick in die verschiedenen Eigenschaften der elektrischen Maschinen gewährt. Darüber hinaus werden anhand des Stands der Technik die verschiedenen Prozesse entlang der Wertschöpfungskette, vom Blech über den Magneten und der Wicklung bis hin zur Isolation und der Prüfung des Produkts, vermittelt. Somit wird den Hörern der Vorlesung Elektromaschinenbau das Wissen gelehrt, welches notwendig ist, laufende Produktionsprozesse von Serienprodukten stetig hinsichtlich Ökonomie und Energie- und Ressourceneffizienz zu verbessern sowie die Prozesse für die Umsetzung von Neuentwicklungen in die Serien- und Produktionsreife zu überführen.

Im Rahmen einer vollständigen Überarbeitung und Ausweitung der Veranstaltung „E|MB Elektromaschinenbau“ soll ein vorlesungsbegleitendes ausformuliertes Skriptum entstehen.

Der Umfang der Tätigkeit umfasst folgende Schwerpunkte:

■Überarbeitung und Anpassen von Grafiken

■Vereinheitlichung des Layouts

■Zusammenführung von Inhalten

■Spannende Recherchetätigkeiten

Hinweise:

■Umfang 8-19 Stunden / Woche

■Beginn ab sofort möglich