Entwicklung, Aufbau, Erprobung eines robotergestützten Prozesses zur Montage von Isolationsschläuchen auf Flachleiter

Vogel Alexander

Ausgangssituation:

Für den wachsenden Markt von elektrischen Antriebslösungen müssen einerseits die zum Einsatz kommenden E-Motoren höchsten Leistungs- und Effizienzansprüchen genügen und andererseits deren Herstellung in hohen Stückzahlen prozesssicher, automatisiert und kostengünstig bewerkstelligt werden. Dabei spielt der Stator und seine Wicklung eine tragende Rolle hinsichtlich Leistungsfähigkeit und Effizienz. Einen weiteren Einflussfaktor stellt der verarbeitete Draht und die zur Verarbeitung angewandte Formgebungs- und Wickeltechnik dar. Gewöhnliche Drahtgeometrien sind im Anwendungsfall der Elektrischen Luftfahrt an ihrer Leistungsgrenze, weswegen mit alternativen Formen experimentiert wird.

Ziel der studentischen Arbeit ist es, Lösungen zu erarbeiten, die das Isolieren der nach dem Wickelprozess freiliegenden Lackdrahtenden ermöglicht. Dabei sollen sowohl die zur Kontaktierung der Einzelspulen vorbereiteten Drahtenden untereinander berücksichtigt, als auch die aus dem Lagerschild herausragenden freien Drahtenden zur Kontaktierung der Anschlusspunkte berücksichtigt und mit einem geeigneten Isolationsmaterial versehen werden.

Eingesetzt werden zwei Roboter des Typs UR 16e bzw. UR 5e, welche vorhanden und einsatzbereit sind. Ausgerüstet mit einem adaptiven Greif- und einem Hochleistungs-Vision-System eignen diese sich hervorragend für das Handling biegeschlaffer Bauteile.

Persönliche Interessen, Neigungen, Vorkenntnissen und Schwerpunkte können individuell abgesprochen und gesetzt bzw. die Arbeit darauf ausgelegt werden. Die Bearbeitung des Themenkomplexes erfolgt im Team mit anderen Studierenden und/oder Hiwis.

 

Aufgabenschwerpunkte:

  • Einarbeiten in den Themenkomplex Isolation im Kontext der Statornachbearbeitung
  • Vergleich Primär-/Sekundärisolation
  • Erstellen eines Lastenheftes
  • Auswahl eines geeigneten Isolationsmaterials
  • Konstruktive Ausgestaltung eines Montagewerkzeuges
  • Überführung der Teillösungen in ein Gesamtkonzept
  • Aufbau eins Prototypen
  • Prozesserprobung

 

Persönliche Voraussetzungen:

  • Interesse an Fertigungsprozessen im Bereich Elektromaschinen
  • Grundlegende Kenntnisse der Funktionsweise und des Aufbaus eines E-Motors
  • Interesse an der Arbeit mit Robotern
  • Strukturiertes, lösungsorientiertes und wissenschaftliches Arbeiten
  • Konstruktives, als auch handwerkliches Geschick zur praktischen Umsetzung

 

Weitere Informationen und Details sind beim genannten Mitarbeiter erhältlich. Eine Bearbeitung ist ab sofort möglich. Bewerbungen senden Sie bitte mit Notenauszug und Lebenslauf per E-Mail oder über das Anfrageformular. Wir werden zeitnah rückmelden.

Kategorien:

Forschungsbereich:

Elektromaschinenbau

Art der Arbeit:

Bachelorarbeit, Masterarbeit, Projektarbeit

Studiengang:

IPEM, Maschinenbau, Mechatronik, Wirtschaftsingenieurwesen

Technologiefeld:

Aufbau und Verbindungstechnik, Handhabungstechnik

Kontakt:

Alexander Vogel, M. Sc.

Department Maschinenbau (MB)
Lehrstuhl für Fertigungsautomatisierung und Produktionssystematik (FAPS, Prof. Franke)